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Pflegewohnformen: Pflege zu Hause oder Pflege im Heim

Insbesondere bei der Pflege im Alter stellt sich häufig die Frage, ob diese Zuhause gewährleistet werden kann oder ein Platz in einem Senioren- oder Altenheim die bessere Lösung ist. Natürlich möchte jeder so lange wie möglich in seinen vier Wänden bleiben. Doch nicht nur die Pflegebedürftigkeit ist hier ein Kriterium. Auch soziale Kontakte sind wichtig und kommen bei Alleinstehenden häufig zu kurz. Die Pflege zu Hause muss sowohl räumlich als auch zeitlich machbar sein. Pflegende Angehörige sind entsprechend sehr stark eingebunden und belastet. Ein Urlaub mit den zu pflegenden Angehörigen kann hier zu neuer Kraft und Energie verhelfen. Wenn die Voraussetzungen für Leistungen aus der Pflegeversicherung gegeben sind, werden Pflegebedürftige unterstützt, unabhängig ob sie zu Hause leben oder in einer betreuten Einrichtung.

Urlaubsvertretung / Verhinderungspflege

Wenn eine private Pflegeperson einen Urlaub plant oder gar erkrankt, dann übernimmt die Pflegeversicherung die anfallenden Kosten für eine Ersatzpflege (max. 6 Wochen pro Kalenderjahr). Wichtige Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Verhinderungspflege ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen mindestens 6 Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat. Diese Regelung bietet Pflegenden Urlaub von der Pflege als wichtige Option für die eigene physische und psychische Gesundheit an. Diese finanzielle Unterstützung kann auch genutzt werden, um gemeinsam mit dem Pflegebedürftigen Urlaub zu verbringen. In den carehotels machen gesunde und pflegebedürftige Menschen gemeinsam Urlaub. Die barrierefreien und entsprechend ausgestatteten Häuser machen es möglich. Für den täglichen Pflegebedarf können Gesundheitsdienstleistungen hinzu gebucht werden.

Senioren WG oder betreute Wohnformen statt Altersheim

Um auch im Alter selbstbestimmt und vor allem nicht allein zu leben, gibt es mittlerweile moderne Ansätze und Wohnformen, die oftmals eine Alternativ zu Altenheimen bilden. So werden beispielsweise Zimmer an Studenten vermietet unter dem Motto „Wohnen für Hilfe“. Die Studenten verpflichten sich, einige Aufgaben im Haushalt zu übernehmen und wohnen so zur reduzierten Miete. Auch die Senioren- oder Pflege-WG ist immer stärker im Kommen. Gleichaltrige alleinstehende Menschen haben hier die Möglichkeit, gemeinsam zu Leben und sich gegenseitig zu unterstützen. Ambulante Pflegedienste oder auch Pflegestützpunkte könnten hier ggf. Interessenten mit einander vernetzen. Viele Wohnungsgesellschaften bieten bereits Service-Verträge an, so dass zusätzliche Dienst- und Hilfeleistungen und ggf. auch ein Notruftelefon vertraglich gewährleistet werden.

Tages- und Nachtpflege

Wird eine pflegebedürftige Person im Tagesverlauf zeitweise in einer Einrichtung betreut, so wird von einer teilstationären Versorgung oder eben von der Tages- und Nachtpflege gesprochen. Dies kann beispielsweise die Betreuung von an Demenz erkrankten Menschen sein, die tagsüber in einer speziellen Einrichtung erfolgt.